Der STV Zell demonstrierte an den Vorführungen am Turnerabend wie kunstvoll turnen sein kann.
rw. Rund 1000 Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung des STV Zell und wohnten am letzten Wochenende einer der drei Turnervorstellungen bei. Dabei erlebten sie unter dem Motto „Turnkunst“ einen multimedialen Abend, bei dem spektakuläre Turnvorführungen gepaart waren mit Licht-, Musikshows und witzigen Unterhaltungselementen. Und dies alles spielte sich gleich auf zwei gegenüber liegenden Bühnen ab. Die Zuschauer in der Mitte wurden mal links und mal rechts unterhalten, was der ganzen Show viel Tempo gab.
Der Abend war aufgeteilt in drei Showblöcke. Im ersten Teil unter dem Titel „Technik“ waren unter anderem die KITU-Gruppe mit der Roboterdarstellung sowie die MUKI-Zwerge zu sehen. Es dauerte nicht lang, bis die Zuschauer jeweils im Takt mitklatschten. Aber auch die Aktiven mit ihrer Rhythmus-Gruppe und die Gerätekombination mit Barren und Boden ernteten für ihre Vorführung riesen Applaus.
Der zweite Block stand unter dem Motto „Strassenkunst“. Das Publikum war sichtlich beeindruckt durch die Darbietung des Parkour-Teams. Fast wie im gezeigten Video überwanden die Turner mit Leichtigkeit diverse Hindernisse – nur dass es statt der Mauern oder Mülltonnen einer Grossstadt verschiedene Turngeräte auf der Bühne waren. Daneben war einer der Höhepunkte die Hip-Hop-Show der Aktivriege. Das Publikum belohnte ihr Engagement durch eine Zugabe.
Zum Abschluss stand das Thema „Lichtkunst“ auf dem Programm. Wirkungsvolle Vorführungen mit Schattenspielen, Taschenlampen oder Leuchtstäben kamen beim Publikum gut an. Und manch ein Zuschauer rieb sich die Augen, als gleich mehrere junge talentierte Geräteturnerinnen und -turner ihre sensationellen Boden- oder Schaukelring-Vorführungen zeigten – unter ihnen auch die neue Mannschafts-Schweizermeisterin Raphaela Schwegler.
Durch den Abend führte ein Künstler, Teenager, Graffiti-Sprayer und Lux Lumière. Letztere verstand es, das Publikum zu aktivieren und mit ihm zusammen eine Handynummer zu gestalten, so dass beim Finale die ganze Halle im Handymeer mitschwang.
Show und Spass standen im Vordergrund. Doch hinter dem Turnerabend steckte eine gewaltige Vorbereitungs- und Organisationsarbeit, zu der alle Riegen ihren Teil beitragen mussten. Nur eine grosse und lebendige Turnerfamilie kann einen solchen Anlass durchführen. Das ist vielleicht die grösste „Kunst“, die der STV vollbracht hat.
Das Organisationskomitee bedankt sich bei den beteiligten Riegen, allen Sponsoren und Gönnern, der Gemeinde Zell sowie den Fröschlochruuger Zell für die Mithilfe am diesjährigen Turnerabends.
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